Ich habe am 12.02.26 den Kandidatinnen / Kandidaten der Nürnberger Kommunalwahl 2026 folgende Fragen per Mail gestellt: |
CSU |
freie Wähler Thomas Estrada |
Bündnis90/die Grünen Britta Walthelm |
Die Linke Titus Schüller |
ÖDP Jan Gehrke |
FDP Uemit Sormaz |
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BSW Corell Wex |
Piraten & Humanisten Lukas Küffner |
Volt Christian Penninger |
CSU
Marcus König zurück zur Auswahl |
| 20.02.2026 vielen Dank für Ihre Nachricht vom 12. Februar 2026. Lassen Sie mich kurz antworten: |
freie Wähler Thomas Estrada zurück zur Auswahl |
18.02.2026 Sehr geehrter Herr Appel, anbei die Antworten zu Ihren Fragen: 1. Wie steht die Nürnberger Fraktion der Freien Wähler allgemein zum privaten Böllerverbot? Antwort: Wir lehnen ein generelles, stadtweites Verbot eher ab - wobei die Meinungen in der Vorstandschaft uneins sind. Ich persönlich bin der Meinung, dass Nürnberg zu unterschiedlich ist (dichte Altstadt vs. ländliches Knoblauchsland), als dass eine Pauschallösung Sinn machen würde. Aber: Wir befürworten klare Verbotszonen dort, wo besonderer Schutz nötig ist: im Umfeld von Krankenhäusern, Seniorenheimen, Tierheimen, an der Burg und in der dicht belebten Innenstadt. 2. Welche konkreten Schritte sind zur Umsetzung dieser Position geplant? Antwort: Unser Fokus liegt auf der Durchsetzung bestehender Regeln in den sensiblen Schutzzonen anstatt auf neuen, kaum kontrollierbaren Verboten für das gesamte Stadtgebiet. Die rechtlichen Problemstellungen und die fehlende Kontrollierbarkeit sind Ihnen hierzu offenbar bekannt. 3. Haben Sie/werden Sie Petitionen zum allgemeinen privaten Böllerverbot unterschreiben? Antwort: Nein. Ich halte ein pauschales Verbot für den falschen Weg, da es die Freiheit verantwortungsvoller Bürger einschränkt, um das Fehlverhalten weniger zu sanktionieren. Ich setze auf Differenzierung statt auf Symbolpolitik. Mit freundlichen Grüßen Thomas Estradanoch |
AfD
Roland-Alexander Hübscher zurück zur Auswahl |
24.02.2026 Sehr geehrter Herr Appel,
wie sich die künftige AfD-Fraktion positioniert, kann ich leider nicht verbindlich sagen. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass in diesem Punkte kein "Fraktionszwang" besteht.
Insofern sind noch keine konkreten Schritte geplant.
Ich persönlich und meine Familie stehen eher auf der Seite der Menschen, die sich für einen Verzicht bzw. ein Verbot einsetzen.
Mit besten Grüßen
Roland Hübscher
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Bündnis90/die Grünen
Britta Walthelm zurück zur Auswahl |
23.02.2026 Sehr geehrter Herr Appel, sehr gerne beantworte ich Ihre Fragen: 1. Wie steht die Nürnberger Fraktion der Bündnis90/die Grünen allgemein zum privaten Böllerverbot? (bitte mein "Vorab Punkt2" beachten!) Wir unterstützen ein Böllerverbot. Zur öffentlichen Positionierung kann ich auf diesen Artikel (leider hinter der Bezahlschranke) verweisen: https://www.mittelbayerische.de/nachrichten/bayern/gruene-umweltreferentin-will-boellerverbot-fuer-nuernberg-durchsetzen-11946755 2. Welche konkreten Schritte sind zur Umsetzung dieser Position geplant? Kommunal bleibt uns leider nur eine schrittweise Ausweitung von Böllerverbotszonen und ein Einsatz im Städtetag für eine Änderung der Bundesgesetze. Gleichzeitig wollen wir mit einer von der Stadt organisierten Lichtershow (z.B. mit Drohnen) Menschen davon überzeugen, auf das private Böllern zu verzichten. 3. Haben Sie/werden Sie Petitionen zum allgemeinen privaten Böllerverbot unterschreiben? (z.B. von der Berliner Polizeigewerkschaft gestartet: https://innn.it/boellerverbot) Ich habe in der Vergangenheit schon solche Petitionen gezeichnet. Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen ausreichend beantworten. Mit freundlichen Grüßen Britta Walthelm |
SPD Nasser Ahmed zurück zur Auswahl |
20.06.2026 Sehr geehrter Herr Appel, Für viele Menschen in unserer Stadt gehört das Feuerwerk zu einem gelungenen Silvesterabend einfach dazu. Allerdings gibt es einige ungute Tendenzen: die Müllberge wachsen, viele lassen ihren privaten Feuerwerksmüll einfach auf der Straße oder dem Gehweg liegen. Für viele Menschen und Tiere sind Lärm, Rauch und Staub eine echte Belastung. Kliniken und Rettungsdienste sind durch die Behandlung der Verletzungen durch unsachgemäße Handhabung zusätzlich belastet. Wir sind dafür, ein zentrales, hochwertiges Feuerwerk auszurichten und damit die Menschen zu überzeugen, auf privates Feuerwerk zu verzichten. Wir werden prüfen, ob die bestehenden Verbotszonen rund um Kliniken, Seniorenheime oder denkmalgeschützte Bereiche ausgeweitet werden müssen. Wichtig ist, dass diese Zonen dann auch noch von den Ordnungskräften kontrolliert werden können, denn sonst sind sie wirkungslos. Auch am Thema Müll werden wir ansetzen. Öffentliche Straßen und Plätze gehören uns allen, wer sie mutwillig verschmutzt und z.B. seinen Feuerwerksmüll nicht wegräumt, der muss mit Konsequenzen rechnen. Vollkommen klar ist aber auch: da die Rechtsgrundlage für den Verkauf und das Abbrennen von Feuerwerk durch Bundesrecht geregelt ist, sind tiefgreifende Änderungen nur dort möglich. Wir geben ihr Anliegen, wenn Sie einverstanden sind, daher gerne an unsere Bundestagsabgeordnete Gabriela Heinrich weiter. Fraktionsvorsitzender Gerhard Groh stellv. Fraktionsvorsitzender und umweltpolitischer Sprecher |
Die Linke Titus Schüller zurück zur Auswahl |
12.02.2026 Sehr geehrter Herr Appel, vielen Dank für Ihre ausführliche Nachricht und Ihr Engagement – gerade auch im Hinblick auf Tiere, Nachbarschaft und ein respektvolles Miteinander. Gerne beantworte ich Ihre Fragen: 1.) Ja, wir sind für ein privates Böllerverbot. Die Fraktion von Die Linke setzt sich für ein Ende des privaten Silvesterböllerns ein. Die Belastungen für Tiere, ältere Menschen, Kinder, traumatisierte Personen sowie die massive Feinstaubentwicklung und die zunehmende Zahl an Verletzten sprechen aus unserer Sicht klar gegen das Abbrennen privater Feuerwerkskörper. Auch die Einsatzbelastung für Rettungskräfte, Feuerwehr und Polizei ist jedes Jahr enorm. Uns ist bewusst, dass kommunale Handlungsspielräume aktuell rechtlich begrenzt sind. Dennoch halten wir es politisch für notwendig, hier klar Position zu beziehen und auf eine Änderung der bundesrechtlichen Rahmenbedingungen hinzuwirken. 2.) Welche konkreten Schritte sind geplant? Wir verfolgen dabei mehrere Ebenen: – Wir planen eine Initiativen im Stadtrat mit dem Ziel, bestehende kommunale Spielräume konsequent auszuschöpfen (z.B. Ausweitung von Verbotszonen, konsequentere Kontrollen, Informationskampagnen). – Politischer Druck mit unserer Bundes- und Landespartei auf Landes- und Bundesebene, damit Kommunen mehr rechtliche Möglichkeiten erhalten, flächendeckende Regelungen zu treffen. – Unterstützung von Bündnissen aus Umwelt-, Tierschutz- und Rettungsorganisationen, die ein allgemeines privates Böllerverbot fordern. – Öffentlichkeitsarbeit zur Sensibilisierung für die Folgen von Silvesterböllerei – insbesondere für Tiere, vulnerable Gruppen und Einsatzkräfte. Wir streben an, dass es statt privater Knallerei organisierte, sichere und umweltverträgliche Veranstaltungen geben kann – sofern überhaupt Feuerwerk. 3.) Ja, habe ich. Ich habe entsprechende Petitionen für ein allgemeines privates Böllerverbot unterschrieben – unter anderem auch die Initiative, die von der Berliner Polizeigewerkschaft angestoßen wurde. Vielen Dank nochmals für Ihre Fragen. Ich halte es für wichtig, dass dieses Thema sachlich und verantwortungsvoll diskutiert wird – gerade weil viele Menschen die jährliche Entwicklung mit großer Sorge beobachten. Mit freundlichen Grüßen Titus Schüller |
ÖDP Jan Gehrke zurück zur Auswahl |
17.02.2026 Sehr geehrter Herr Appel, vielen Dank für Ihre Anfrage! Gerne beantworte ich Ihre Fragen nach einem intensiven Mail-Austausch mit den ÖDP-Spitzen-Kandidierenden für den Nürnberger Stadtrat und der gestrigen Sitzung des Kreisvorstands der Ökologisch-Demokratischen Partei in Nürnberg. 1. Wie steht die Nürnberger Fraktion der ÖDP allgemein zum privaten Böllerverbot? Antwort der ÖDP Nürnberg: Sowohl die beiden Mitglieder der ÖDP-Stadtratsgruppe, Jan Gehrke und Inga Hager, als auch der gesamte Kreisvorstand der ÖDP Nürnberg treten für ein Verbot privaten Böllerns ein, und das schon seit Jahren. Als Partei, die sich konsequent der Nachhaltigkeit, dem Schutz aller Geschöpfe und dem Gemeinwohl verpflichtet weiß, halten wir die Begleiterscheinungen und Folgen des privaten Böllerns für vollkommen inakzeptabel: Zahlreiche, teilweise schwerverletzte Personen, überlastete Kliniken, Einsätze für Feuerwehr und Polizei im Ausnahmezustand, verängstigte Haustiere und Wildtiere, Retraumatisierung von Menschen, die Krieg erlebt haben, sowie enorme Mengen an Feinstaub und Müll. Im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten der Kommune hat die ÖDP bereits im Jahr 2019 im Nürnberger Stadtrat folgenden Antrag gestellt: ANTRAG:
Und bereits 2014 bzw. 2015 setzte sich die ÖDP in Nürnberg für den Schutz von Grünanlagen, Spielplätzen und Unterkünften von Geflüchteten vor Böllern, deren Knallgeräuschen und und deren Überbleibseln ein: 2. Welche konkreten Schritte sind zur Umsetzung dieser Position geplant? Antwort der ÖDP Nürnberg: Wir werden das weiter tun, was ein wesentlicher Bestandteil unserer tpolitischen Arbeit ist: Mit den Menschen im Gespräch sein und versuchen, sie für unsere zukunftsfähigen Positionen zu gewinnen. Und wir werden einfordern, das die bestehenden Verbotszonen in Nürnberg stärker überwacht werden. Außerdem werden wir mit dem ÖDP-Landesverband Bayern über ein mögliches Volksbegehren zum Verbot von privatem Böllern sprechen. Und wir hoffen auf einen Erfolg der von uns uneingeschränkt unterstützten Petition, auf die Sie selbst hingewiesen haben.
Antwort der ÖDP Nürnberg: Die von mir befragten Spitzenkandidierenden und Kreisvorstandsmitglieder haben die genannte Petition bereits unterzeichnet, fast alle bereits unmittelbar nach dem Start der Petition und der Berichterstattung darüber! Freundliche Grüße
Jan Gehrke, ÖDP-Stadtratsgruppe Nürnberg
Oberbürgermeister-Kandidat Kommunalwahl 2026 Sprecher für Verkehrspolitik, Inklusion und Sport |
FDP
Uemit Sormaz zurück zur Auswahl |
24.02.2026 Hallo Herr Appel,
vielen Dank für Ihre E-Mail und Ihre Fragen auf die ich gerne kurz eingehen möchte:
1. Wie steht die Nürnberger Fraktion der FDP allgemein zum privaten
Böllerverbot? (bitte mein "Vorab Punkt2" beachten!) und 2. Welche konkreten Schritte sind zur Umsetzung dieser Position geplant? Wir sprechen uns grundsätzlich gegen pauschale Verbote aus, sehen jedoch die Probleme des aktuellen privaten Böllerns sehr deutlich. Dazu gehören vor allem die enormen Müllmengen – in diesem Jahr waren es rund 18 Tonnen – sowie die belastende Silvesternacht, die für viele Tiere ein regelrechter Albtraum ist.Ein Vorschlag unsererseits wäre daher, ein gemeinsames, professionell organisiertes Feuerwerk durch die Stadt auszurichten. Dadurch ließe sich nicht nur ein Großteil des Mülls vermeiden, es entstünde auch ein hochwertiges, künstlerisch gestaltetes Feuerwerk, an dem sich alle Bürgerinnen und Bürger erfreuen können.Zudem könnte man den Fokus bewusst auf einen bestimmten Stadtteil legen und daraus ein größeres Event entwickeln, von dem viele profitieren und bei dem gleichzeitig deutlich weniger Menschen gestört werden. Ein solches Stadt-Event könnte einen ganz neuen Charakter bekommen – vorausgesetzt die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind dafür gegeben.
3. Haben Sie/werden Sie Petitionen zum allgemeinen privaten Böllerverbot Nein, da wie oben beschrieben wir gegen pauschale Verbote sind |
politbande Ernesto Buholzer Sepulveda zurück zur Auswahl |
18.02.2026
Hallo Herr Appel,
besten Dank für Ihre Anfrage. Nachfolgend die Antworten der politbande darauf:
1. Wie steht die Nürnberger Fraktion der politbande allgemein zum privaten Böllerverbot?
Die politbande befürwortet ein Verbot privater Pyrotechnik bzw. eine deutliche Ausweitung von Feuerwerksverbotszonen an Silvester. Wir sind der Überzeugung, dass der gesellschaftliche Schaden durch massive Luftverschmutzung (Feinstaub), extremen Lärmstress für Haus- und Wildtiere sowie das erhebliche Verletzungsrisiko den individuellen Wunsch nach privatem Feuerwerksvergnügen weit überwiegt.
2. Welche konkreten Schritte sind zur Umsetzung dieser Position geplant?
- Ausweitung der Verbotszonen: Wir setzen uns konkret für eine Ausweitung der Feuerwerksverbotszonen auf die gesamte Altstadt ein.
- Professionelle Alternativen: Statt unkontrollierter privater Böllerei fordern wir von der Stadt organisierte, professionelle Effekt- oder Lichtshows (z. B. Drohnen- oder Lasershows), die einen festlichen Rahmen bieten, ohne die Umwelt und die Tiere derart zu belasten.
- Politischer Druck im Stadtrat: Da wir uns als Brücke zwischen Bürgerinitiativen und dem Stadtrat verstehen, nutzen wir unser Mandat, um solche Themen über Anträge und Anfragen präsenter zu machen und die Verwaltung zu mutigeren Schritten zu bewegen. Wir wissen um die rechtlichen Hürden, fordern aber, dass Nürnberg auch beim Thema Umweltschutz und Sicherheit eine Vorreiterrolle einnimmt.
3. Haben Sie/werden Sie Petitionen zum allgemeinen privaten Böllerverbot unterschreiben?
Grundsätzlich unterstützen wir Initiativen, die sich für den Schutz von Tieren und gegen unnötigen Lärmstress im öffentlichen Raum einsetzen. So unterstützen wir beispielsweise bereits aktiv Petitionen gegen den Einsatz von Polizeipferden bei Demonstrationen, da diese Fluchttiere unter Lärm und Stress leiden. Petitionen für ein allgemeines Böllerverbot decken sich mit unseren Werten bezüglich Sicherheit, Umweltschutz und Tierwohl, weshalb viele unserer Mitglieder solche Initiativen unterstützen und wir als Verein diese Haltung nach außen tragen.
Wir kämpfen bei der Kommunalwahl 2026 dafür, mit Fraktionsstärke in den Stadtrat einzuziehen, damit wir auch im dafür zuständigen Ausschuss vertreten sein werden. Dort wollen wir ebenjenen Forderungen noch mehr Nachdruck verleihen und uns für ein Nürnberg einsetzen, in dem sich alle wohl und sicher fühlen können und in dem niemand Angst haben muss.
Mit freundlichen Grüßen
Maximilian Metzger für die politbande
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LINKE LISTE Nürnberg
Marion Padua zurück zur Auswahl |
16.02.2026 Meine Fragen: Die LINKE LISTE Nürnberg ist eine Wählervereinigung, keine Partei. Unser Schwerpunkt ist Soziales und Verkehrswende. Mit einem Böllerverbot haben wir uns noch nicht beschäftigt, deshalb kann ich Ihnen keine Position der LINKEN LISTE darstellen. Ich persönlich bin Tierliebhaberin und hatte immer Katzen. Wegen ihnen blieb ich immer Silvester zu Hause, um sie in ihrem psychischen Stress und Angstzuständen zu unterstützen. Mir ist also die Problematik von Tierbesitzer bekannt. Ich wäre sofort mit einem Böllerverbot einverstanden, weil es, außer der Zumutung für Tiere, auch eine Zumutung für Menschen ist: Luftverschmutzung, Straßenmüll, gefährlich. Z.B. wäre es vielleicht eine Lösung, an einem abgelegenen Ort, wie die Breite Straße am Dutzenteich ein Feuerwerk örtlich einzuschränken. Die Mehrheit der Bevölkerung ist wohl für ein Böllerverbot, trotzdem wird weiter eine hohe Summe dafür ausgegeben.
Bisher keine. Ich finde aber ein Bürgerentscheid zu diesem Thema gut.
Das schaue ich mir gerne an. |
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BSW Corell Wex zurück zur Auswahl |
noch keine Rückmeldung |
Tierschutzpartei (Partei Mensch Umwelt Tierschutz) Nathalie Dietzsch zurück zur Auswahl |
26.02.2026 Sehr geehrter Herr Appel, Danke für ihr Interesse und ihr Engagement. Ich entschuldige mich vielmals für die verspätete Antwort. Anbei die Antworten zu ihren Fragen. Für weitere Fragen stehen wir ihnen gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Nathalie Dietzsch 1. Wie steht die Nürnberger Fraktion der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) allgemein zum privaten Böllerverbot? Wir setzen uns ganz klar für ein Böller- und Feuerwerksverbot ein. Feuerwerk und Böller bedeuten enormes Leid für Menschen, Tiere und Umwelt. Deshalb ist unser Ziel, dass keine Feuerwerke (auch keine professionellen von der Stadt ausgerichteten) mehr stattfinden. 2. Welche konkreten Schritte sind zur Umsetzung dieser Position geplant? Um unser Ziel des ganzheitlichen Feuerwerks- und Böllerverbots zu erreichen sind verschiedene Maßnahmen notwendig. Dazu muss gesagt werden, dass der Stadtrat nicht grundlegend alleine ein komplettes Böller- und Feuerwerksverbot für die gesamte Stadt beschließen kann. Deshalb wollen wir als ersten Schritt weitere Verbotszonen errichten und den zeitlichen Rahmen des Feuerwerks verringern. Dies sind jedoch nur kleine kurzfristig zu erreichende Teilschritte. Gleichzeitig müssen geeignete Alternativen angeboten werden. So können wir uns als ersten Kompromiss z.B. Drohnen oder Lichtshows vorstellen, da diese weniger Leid verursachen. Jedoch wollen wir neue Alternativen erschaffen, die so wenig Leid wie möglich verursachen. So können wir uns eine Art Silvester-Markt am Hauptmarkt gut vorstellen, wo mit Musik und anderen künstlerischen Auftritten neben verschiedenen Essenständen gemeinsam ins neue Jahr gestartet werden kann. Wir möchten durch kreative Alternativen eine neue Tradition für Nürnberg einführen, denn man kann auch Freude haben ohne dass andere darunter leiden. Da wie gesagt der Stadtrat alleine nicht für die Stadt ein ganzheitliches Böllerverbot beschließen kann, sind wir aktuell dabei als Teil einer Bürgervereinigung mit einer Petition zum Böllerfreien Franken alle uns möglichen Mittel auszuschöpfen, um ein ganzheitliches Böllerverbot in Nürnberg durchzusetzen. 3. Haben Sie/werden Sie Petitionen zum allgemeinen privaten Böllerverbot unterschreiben? (z.B. von der Berliner Polizeigewerkschaft gestartet: https://innn.it/boellerverbot) Ja natürlich. Wir haben bereits jegliche Petitionen zum Böllerverbot unterschrieben, welche uns bekannt sind und werden natürlich jede weiter mit unterschreiben. |
Piraten& Humanisten Lukas Küffner zurück zur Auswahl |
02.03.2026 Sehr geehrter Herr Appel, entschuldigen Sie bitte die späte Antwort und vielen Dank für Ihre Nachricht sowie für Ihr Engagement für Tiere, Nachbarschaft und ein respektvolles Miteinander. Das vergangene Silvester wurde von vielen Bürgerinnen und Bürgern – auch aus meinem persönlichen Umfeld – als besonders intensiv und belastend wahrgenommen. Es gab zahlreiche Berichte über sehr lautes, teils rücksichtsloses Böllern, Sachbeschädigungen sowie eine starke Belastung für Tiere, ältere Menschen und Familien mit kleinen Kindern. Diese Wahrnehmung teilen wir. Wenn das Sicherheitsgefühl leidet oder sich Menschen in ihren eigenen Wohnvierteln unwohl fühlen, ist das ein politisches Thema. Zu Ihren Fragen: 1. Grundsätzliche Haltung zum privaten Böllerverbot Die Problematik rund um privates Feuerwerk ist vielschichtig: Lärm, Feinstaub, Verletzungen, Tierleid und Sachschäden stehen individuellen Freiheitsrechten gegenüber. Als bürgerrechtsorientierte Kraft vertreten wir den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Gleichzeitig sagen wir klar: Wenn die Belastungen ein Maß erreichen, das Sicherheit, Gesundheit und Umwelt erheblich beeinträchtigt, darf Politik nicht wegschauen. Rechtlich ist die Stadt Nürnberg allerdings nur eingeschränkt handlungsfähig. Ein flächendeckendes kommunales Verbot ist nach aktueller Bundesgesetzgebung (Sprengstoffrecht) nur in eng begründeten Ausnahmefällen möglich. Unsere Position ist daher: Wo rechtlich zulässig, unterstützen wir klar definierte und begründete Verbotszonen, insbesondere in sensiblen Bereichen (Altstadt, denkmalgeschützte Zonen, brandgefährdete Bereiche, in und um Parks und Grünanlagen). Wir setzen auf wirksame Alternativen statt bloßer Symbolpolitik. Unser Wahlprogramm betont ausdrücklich Klimaresilienz, Begrünung, Schutz öffentlicher Räume und verantwortungsvollen Umgang mit urbanem Raum. Exzessives Böllern passt aus unserer Sicht nicht zu einer nachhaltigen und lebenswerten Stadtentwicklung. 2. Konkrete Schritte auf kommunaler Ebene Was wir realistisch angehen würden: Konsequente Durchsetzung bestehender Verbotszonen Prüfung weiterer rechtlich tragfähiger Gefahrenbereiche Transparente Erhebung von Schadens- und Einsatzkosten Öffentlich geförderte Alternativangebote Ein möglicher Weg wäre die Ausweitung zentral organisierter, professioneller Veranstaltungen – beispielsweise moderne Licht- oder Drohnenshows. Diese bieten ein gemeinschaftliches Erlebnis ohne flächendeckenden Lärm, ohne Tierpanik und mit deutlich geringerem Schadenspotenzial. Unser Ansatz ist nicht „Verbieten um des Verbietens willen“, sondern: Belastungen reduzieren, Sicherheit erhöhen und attraktive Alternativen schaffen. 3. Unterstützung bundesweiter Petitionen Ein generelles privates Böllerverbot wäre primär auf Bundesebene zu regeln. Eine Petition würden wir danach bewerten, ob sie rechtlich umsetzbar ist, ob sie verhältnismäßig ausgestaltet ist und ob sie ein tragfähiges Alternativkonzept berücksichtigt. Ein bloßes Totalverbot ohne flankierende Maßnahmen halten wir politisch für wenig überzeugend. Abschließend möchte ich betonen: Das heftige Silvester dieses Jahres hat gezeigt, dass Handlungsbedarf besteht. Die Frage ist nicht, ob man die Problematik ignoriert oder pauschal alles verbietet – sondern wie man Sicherheit, Umwelt- und Tierschutz sowie Freiheitsrechte vernünftig in Einklang bringt. Gerne stehe ich für einen weiteren Austausch zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen, Lukas Küffner |
TSP (Tierschutz und Sozialpolitik) Siegfried Schüller zurück zur Auswahl |
14.02.2026 Sehr geehrter Herr Appel, vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Engagement zu diesem wichtigen Thema. Ich bedaure, dass Ihre erste E-Mail aufgrund eines technischen Problems nicht zugestellt werden konnte. Gerne beantworte ich Ihre Fragen zur Haltung der TSP zum privaten Feuerwerk in Nürnberg. Zunächst möchte ich betonen, dass wir Ihre Sorgen hinsichtlich Lärm, Feinstaub, Belastungen für Einsatzkräfte sowie des Leids für Tiere und vulnerable Menschen sehr ernst nehmen. Diese Problematik betrifft viele Bürgerinnen und Bürger und darf politisch nicht länger ignoriert werden. 1. Grundsätzliche Haltung der TSP Die TSP spricht sich für eine verantwortungsvolle, rechtssichere und verhältnismäßige Regulierung des privaten Feuerwerks aus. Wir lehnen ein unkontrolliertes Dauerböllern ab, setzen aber zugleich auf Lösungen, die Freiheit und Schutz in ein ausgewogenes Verhältnis bringen. Unser Ziel ist: Nicht pauschal verbieten – sondern wirksam begrenzen und schützen. 2. Konkrete kommunale Schritte Wir setzen uns in Nürnberg für folgende Maßnahmen ein: a) Zeitliche Begrenzung Das Abbrennen von Feuerwerk der Kategorie F2 soll stadtweit auf den Zeitraum von 23:30 bis 00:30 Uhr begrenzt werden. → Eine Stunde Feiern – statt eine Nacht Belastung. b) Flächendeckende Schutz- und Verbotszonen Dauerhafte Böllerverbotszonen rund um: Pflege- und Altenheime Einrichtungen für Menschen mit Behinderung oder Demenz Krankenhäuser und Hospize Tierheime, Tierkliniken und größere Tierhaltungen mit einem Schutzradius von 300 bis 500 Metern. c) Erweiterte Verbotsbereiche In besonders sensiblen Stadtteilen, Altstadtbereichen und eng bebauten Wohnquartieren sollen zusätzliche Zonen eingerichtet werden. d) Konsequente Durchsetzung Klare Regeln, sichtbare Kontrollen und spürbare Bußgelder sind notwendig, damit Regelungen auch wirken. 3. Datengrundlage und Gesundheitsschutz Die TSP fordert zusätzlich: Mobile Feinstaubmessungen rund um Silvester Transparente Veröffentlichung der Ergebnisse Fachliche Bewertung der gesundheitlichen Auswirkungen Sollten sich regelmäßig gesundheitlich relevante Spitzenwerte zeigen, muss Silvester als kommunaler Sonderbelastungsfall anerkannt werden. Dadurch werden weitergehende rechtssichere Maßnahmen möglich. 4. Zentrale Alternativen Langfristig setzen wir uns für ein zentrales, professionell organisiertes Feuerwerk oder moderne Alternativen wie Licht-, Laser- oder Drohnenshows ein. So kann gemeinsames Feiern ermöglicht werden, ohne unkontrollierte Belastungen. 5. Petition zum Böllerverbot Ja, wir unterstützen die von Ihnen angesprochene Petition und ähnliche Initiativen ausdrücklich. Wir sehen solche Petitionen als wichtiges demokratisches Signal aus der Bevölkerung und als Grundlage für politischen Handlungsdruck. 6. Demokratie vor Ort Für uns gilt: Politik beginnt in der Kommune. Wenn viele Menschen Schutz für Tiere, ältere Menschen und gesundheitlich Belastete fordern, ist es Aufgabe des Stadtrats, Daten zu erheben, Maßnahmen zu ergreifen und Verantwortung zu übernehmen. Unser Versprechen Mit einer starken TSP im Stadtrat werden wir: alle rechtlich zulässigen Handlungsspielräume ausschöpfen Fakten schaffen statt Ausreden akzeptieren Fortschritte regelmäßig einfordern Nicht reden. Handeln. Unser Leitsatz lautet: „Wer nichts misst, muss nichts ändern.“ Ich danke Ihnen nochmals für Ihre konstruktive Anfrage und Ihr Engagement. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Mit freundlichen Grüßen Siegfried Schüller |
Volt Christian Penninger zurück zur Auswahl |
12.02.2026 27.02.2026 1. Wie steht die Nürnberger Fraktion von Volt allgemein zum privaten Böllerverbot? (bitte mein "Vorab Punkt2" beachten!) Volt hat sich bereits mehrfach auf lokaler Ebene für ein Böllerverbot oder Ausweitung von Böllerverbotszonen eingesetzt. Auch wir in Nürnberg sehen die Notwendigkeit, der Gefährdung und Schädigung von Menschen und Tieren durch private Böller entgegenzuwirken. Da ein allgemeines Böllerverbot nach jetziger Rechtslage nicht umsetzbar ist, werden wir die Ausweitung von lokalen Böllerverbotszonen in Nürnberg prüfen. Gleichzeitig sprechen wir uns dafür aus, zentrale, öffentliche Laser- und/oder Drohnenshows zu konzipieren, um eine Alternative zum privaten Böllern zu bieten. (z.B. von der Berliner Polizeigewerkschaft gestartet: https://innn.it/boellerverbot) Ja Christian Penninger Stadtratskandidat Listenplatz 2 |